Tür gegen Lärm isolieren – 8 Tipps zum Schallschutz für die Tür

Tür gegen Lärm isolieren
Tür gegen Lärm isolieren

Häufig ist das größte Einfalltor für Krach und Lärm in der Wohnung die Haustür oder die Wohnungstür. Aber auch innerhalb der Wohnung sollen Türen möglichst gut schallisoliert sein, so zum Beispiel die Tür zum Schlafzimmer, Kinderzimmer, Bad und Wohnzimmer.

Leider ist das häufig nicht der Fall, wofür es verschiedene Gründe gibt.

Viele Türen sind zum Beispiel zu dünn, innen hohl oder weisen einen zu breiten Spalt zwischen Türboden und Fußboden auf. Bei einer nicht gut isolierten Tür gib es ganz allgemein viele Wege für den Lärm, um in das Innere der Wohnung zu gelangen.

Aber zum Glück kann man dagegen etwas unternehmen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten eine Tür gegen Lärm zu isolieren. Manche dieser Methoden sind sogar überraschend günstig und schnell selber umgesetzt.

Im folgenden Artikel stellen wir einige gängige Möglichkeiten vor, eine Tür gegen Lärm und Krach zu isolieren.

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Gummidichtungen, Dichtungsband und Dichtungsstreifen für die Tür

Wetterfeste und selbstklebende Schaumstoff-Dichtungssteifen sollen an Türen und Fenstern hauptsächlich Wind, Staub, Regen und Zugluft blockieren. Sie sollen im Winter die Wärme halten und so dabei helfen, auch Energie zu sparen.

Diese Dichtungsstreifen können aber auch gegen Lärm eingesetzt werden. Der Vorteil von Dichtungsband wie zum Beispiel dieses hier*, ist der günstige Anschaffungspreis und die Tatsache, dass dieses leicht und schnell selber angebracht werden kann.

Oft kann eine solch kleine Maßnahme bereits erstaunliche Ergebnisse bringen.

Türbodendichtung zur Lärmisolierung

Wer eine Tür gegen Lärm isolieren möchte, sollte auch auf den Türboden achten. Häufig ist der Spalt zwischen Türboden und Fußboden zu breit, so dass dort Lärm, Wind Kälte und Staub eindringen kann. Sogar Insekten und Spinnen verschaffen sich über diesen Weg gerne unerwünschten Zugang in die Wohnung oder das Haus.

Zur Isolierung gegen Lärm kann eine gut sitzende Türbodendichtung durchaus effektiv sein. Eine solche selbstklebende Türdichtung* kann leicht selber angebracht werden und bereits für eine deutliche Verbesserung sorgen.

Türbodendichtung mit Bürste zur Lärmisolierung

Auch eine Türbodendichtung mit Bürste kann gegen Zugluft, Staub, Kälte und Lärm schützen. Die Bürsten dieser Dichtung verschließen die Spalte zwischen Türboden und Fußboden.

Oft kommen diese Dichtungen mit einer Schiene aus Aluminium und einer durchgehenden Bürste daher. Auch für eine Türbodendichtung mit Bürste* spricht die einfache Installation und ein geringer Anschaffungspreis.

Türpolster als Schallschutz und zur Wärmedämmung

Eine weitere Möglichkeit, eine Tür gegen Schall zu isolieren, ist ein Türpolster. Häufig sieht man solche Türpolster in Arztpraxen, Kanzleien oder auch an der Schlafzimmertür.

Neben dem schall- und wärmedämpfenden Effekt werden Türpolster auch gerne wegen ihrer speziellen und oft edlen Optik montiert. Alte und unansehnliche Türen erhalten mit einem Türpolster ein ganz neues und frisches Design.

Die Tür mit Schaumstoff gegen Lärm isolieren

Eine vorhandene Tür kann mit Schaumstoff gegen Lärm gedämpft werden. Dazu kann die Schalldämmung direkt auf die Tür geklebt werden.

Je nachdem, ob die Tür noch benutzbar sein muss, gibt es noch weitere Methoden eine Tür gegen Lärm zu isolieren. Insbesondere in Altbauten hat man gelegentlich die Situation, dass ein Verbindungstür zwischen zwei Zimmern existiert, welche aber nicht genutzt wird.

Solche Verbindungstüren sind häufig Einfallstor für Lärm und Geräusche aus dem auf der anderen Seite liegenden Zimmer. Wenn eine solche Verbindungstür nicht mehr genutzt werden soll, dann kann eine Schalldämmung auch direkt in den Türschacht geklemmt werden. Noch besser ist es, wenn der Schaumstoff zuvor auf eine passende Holzplatte geklebt wird.

Alternativ kann die Schalldämmung auch von beiden Seiten direkt auf die Tür geklebt werden.

Für diese Zwecke gibt es spezielle Schaumstoffplatten zur Dämmung, zum Beispiel solche selbstklebenden Schaumstoffplatten zur Schalldämmung.*

Schallschutzvorhang gegen Lärm aufhängen

Einen Schallschutzvorhang kennt man auch als Akustikvorhang, bzw. Lärmschutzvorhang. Alle diese Bezeichnungen meinen mehr oder weniger das gleiche Produkt, nämlich einen Vorhang, der den Schallschutz von und nach Außen erhöht.

Wer für eine Tür den Schallschutz erhöhen möchte, kann sich für einen solchen Schallschutzvorhang entscheiden. Lärmschutzvorhänge sind sehr flexibel, nicht teuer in der Anschaffung und in der Regel leicht selber zu installieren. Jeder der schon einmal einen normalen Vorhang aufgehängt hat, der kann auch einen Schallschutzvorhang aufhängen.

Schallschutzvorhänge, wie zum Beispiel diesen hier*, gibt es ein- oder mehrlagig und selbstverständlich in vielen verschiedenen Farben.

Je nach Produkt kann ein Schallschutzvorhang neben der Dämmung auch die Nachhallzeit verringern und dadurch die Raumakustik verbessern. Schallschutzvorhänge können auch zur Energieeinsparungen und zur Verdunklung genutzt werden. Dadurch bieten sich solche Vorhänge natürlich ganz besonders gut für die Haustür, die Wohnungstür oder die Schlafzimmertür an.

Natürlich sind Schallschutzvorhänge eigentlich für Fenster gedacht, wo sie einen hervorragenden Dienst verrichten, aber es gibt keinen Grund solche Vorhänge nicht auch von innen vor einer Tür aufzuhängen. Befindet man sich in betreffenden Raum, schließt man einfach die Tür und schließt die Vorhänge. Schon hat man wieder etwas für ein ruhiges Wohnen und die Verringerung von Lärm getan.

Schallschutzvorhänge und Akkustikvorhänge findet man auch in Kinos, Theatern, Tonstudios und anderen Örtlichkeiten, bei denen der Schallschutz und die Raumakustik wichtig sind.

Den Lärm auf der anderen Seite der Tür dämpfen

Auch wenn eine Tür oft das Einfallstor für Lärm und Krach darstellt, ist die Tür natürlich nicht die Quelle des Lärms. Natürlich können wir eine Menge Maßnahmen ergreifen, um eine Tür bestmöglich gegen Schall zu dämpfen, aber manchmal ist es vielleicht besser, das Übel an der Wurzel zu packen und dafür zu sorgen, dass vor der Tür gar nicht erst so viel Lärm entsteht.

So kann es zum Beispiel hilfreich sein, vor der betreffenden Tür einen Teppich zu verlegen oder einen Läufer zu drapieren. Ein Teppich kann zwar den Lärm nicht komplett abstellen, ist aber dennoch dazu in der Lage, ihn etwas abzudämpfen.

Insbesondere bei Böden mit harter Oberfläche wird der Schall einfach reflektiert und kann somit dafür sorgen, dass ein unerwünschter Nachhall entsteht. Ein Teppich wirkt hingegen wie eine Art Schallabsorber und kann somit für ein deutliches Plus an Ruhe sorgen. Ein schöner Läufer verleiht einem Flur außerdem noch den gewissen Flair.

Auch Bücherregale an beiden Seiten des Flurs können zusätzlich für weitere Ruhe sorgen, da diese ein wenig wie ein Schallabsorber wirken können

Eine neue Tür kaufen

Auch wenn diese Maßnahme die wohl teuerste der hier vorgestellten Tipps ist, kann eine neue Tür gegen Lärm natürlich sehr viel ausmachen. Viele Türen sind innen hohl und wirken nur unzureichend als Schallschutz. Ganz im Gegenteil, manchen Türen können sogar fast wie eine Art Verstärker für den Lärm wirken.

Eine solide und schwere Tür mit mehr Masse kann natürlich mehr Schall absorbieren, als eine leichte und hohle Tür.

Es gibt spezielle Schallschutztüren, die speziell für diese Zwecke angefertigt wurden. Solche Schallschutztüren gibt es als Wohnungseingangstüren, sowie als Innentüren. Ob für eine neue Schallschutztür auch noch eine neue Tür Zarge benötigt wird, sollte im Einzelfall geprüft werden.

Fazit

In Sachen Schallschutz und Schalldämmung sind Türen häufig das schwächste Glied in der Kette. Aber zum Glück gibt es verschiedene Möglichkeiten, auch Türen erfolgreiche gegen Lärm zu dämmen.

Dabei muss gar nicht immer viel Geld in die Hand genommen werden. Bereits kleine und günstige Maßnahmen, können die Schalldämmung einer Tür entscheidend verbessern.

Letzte Aktualisierung am 13.12.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API