12 Tipps gegen Hitze – So kühlst du deine Wohnung im Sommer [und zwar möglichst leise]

Blauer Himmel mit Wolken und Sonne im Sommer

Gefühlt hat man den Eindruck, dass die Sommer in Deutschland immer wärmer werden.

Und auch die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache. 

So war das Jahr 2020 das bisher zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881. In manchen Bundesländern belegte 2020 laut Bundesumweltamt sogar den ersten Platz1.

Und auch die Jahre 2018 und 2019 gehören zu den wärmsten Sommern der Messgeschichte. Im Juli 2019 wurde mit sagenhaften 41,2 Grad sogar der deutsche Temperaturrekord erreicht2.

Ebenfalls wird die Anzahl der heißen Tage mit einer Temperatur von über 30 Grad immer mehr3.

Diese zunehmend extremen Außentemperaturen heizen natürlich auch Wohnungen und Häuser auf und sorgen für fast unerträgliche Innentemperaturen, bei denen wir uns zu Hause nicht mehr wohlfühlen.

Aber zum Glück können wir einiges dagegen unternehmen. 

In diesem Artikel zeigen wir dir, was du gegen die Hitze tun kannst. Du erfährst, wie du deine Wohnung im Sommer kühl hältst, ohne dabei viel Krach zu machen.

Denn eine kühle und zugleich ruhige Wohnung ist im Sommer der ideale Rückzugsort.

Früh morgens und spät abends lüften

Wenn es im Sommer draußen bereits wärmer als in deiner Wohnung ist, dann solltest du die Fenster lieber geschlossen halten. Denn ansonsten gelangt natürlich noch mehr warme Luft in deine Wohnung und die Innentemperaturen steigen an.

Aus diesem Grund solltest du im Sommer nur ganz früh morgens und spät abends lüften. Nämlich dann, wenn die Luft angenehm kühl ist.

Wenn du die Fenster tagsüber geschlossen hältst, dann hat das nebenbei auch noch den Vorteil, dass viel weniger Lärm von außen hereinkommt und die Wohnung ruhiger wird.

Rollläden und Rollos geschlossen halten

Wenn du vor den Fenstern Rollläden hast, dann kannst du dich glücklich schätzen. Denn wenn du bei großer Hitze auch tagsüber die Rollläden geschlossen hältst, dann halten diese ein Stück weit die Hitze und auch direkte Sonneneinstrahlung ab. 

Dadurch heizen sich die Räume weniger auf und es bleibt etwas kühler im Raum.

Und auch bei diesem Tipp hast du wieder den Vorteil, dass es deutlich ruhiger in der Wohnung wird.

Der Nachteil von geschossenen Rollläden ist allerdings, dass auch kaum noch Tageslicht von außen in die Wohnung dringt. Allerdings ist das im Sommer ein willkommener Nebeneffekt.

Solltest du keine Rollläden vor den Fenstern haben, dann können auch Rollos und Jalousien dabei behilflich sein, die direkte Sonneneinstrahlung abzuhalten

Zimmer verdunkeln

Um die Sonne außen vorzulassen und dadurch die Hitze im Innenraum zu reduzieren, kannst du auch einfach deine Zimmer verdunkeln. Das funktioniert auch ohne Rollläden gut.

Als wir noch keine Vorhänge hatten, haben wir immer alle Fenster mit schweren Decken abgehängt, welche der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren. Auch das hat bereits einiges gebracht.

Spezielle Vorhänge verwenden

Um zu verhindern, dass sich die Wohnung im Sommer so extrem aufheizt, können auch spezielle Thermo-Vorhänge, wie zum Beispiel dieser hier bei Amazon* hilfreich sein.

Praktisch ist, dass ein solcher Wärmeschutzvorhang sowohl im Sommer als auch im Winter verwendet werden kann. 

Denn laut Hersteller hilft der Vorhang im Sommer dabei die Kühle zu bewahren, während er im Winter die Wärme bewahrt.

Somit kann der Vorhang das ganze Jahr über genutzt werden und muss nicht, je nach Jahreszeit, immer wieder auf- und abgehängt werden.

Sonnenschutzfolie an den Fenstern installieren

Auch eine spezielle Sonnenschutzfolie an den Fenstern kann unterstützend dabei behilflich sein, dass es im Sommer nicht so Warm in der Wohnung wird.

Zum einen wird durch eine solche Folie ein großer Teil der UV-Strahlung blockiert, und zum anderen ein Stück weit die Helligkeit im Raum reduziert. Dadurch können die Räume im Sommer kühler bleiben. 

Ein weiterer positiver Effekt ist, dass die Spiegelfolie von Außen neugierige Blicke der Nachbarn fernhält  und somit für mehr Privatsphäre sorgt.

Eine sehr beliebte Spiegelfolie in verschiedenen Größen findest du hier bei Amazon*.

Teppiche aus den Zimmern verbannen

Im Winter halten Teppiche die Füße warm und sind gemütlich. Aber im heißen Sommer solltest du Teppiche lieber aus der Wohnung verbannen.

Denn tatsächlich sind manche Teppiche richtige Wärmespeicher. Insbesondere Hochflorteppiche sind dazu in der Lage, warme Luft über eine gewisse Zeit zu speichern. 

Im Sommer ist es daher eine hervorragende Idee, deine Teppiche einzurollen und auf dem Dachboden oder zur Not auch unter dem Bett zu verstauen. Sobald die große Hitze vorbei ist, kannst du deine Teppiche natürlich wieder ausrollen.

Ventilator aufstellen

Ein Ventilator ist zwar nicht dazu in der Lage die Raumtemperatur herunterzukühlen, kann aber dennoch einen sehr erfrischenden Effekt im Sommer haben.

Das liegt daran, dass er die warme Luftschicht direkt über der Haut wegbläst und somit ein wenig für Abkühlung sorgt.

Manche Ventilatoren sind im Betrieb jedoch ziemlich laut und können störend wirken, weshalb es sinnvoll sein kann, sich nach einem leisen Ventilator umzuschauen. 

Ventilator und nasses Handtuch (Klimaanlage selber bauen)

Besser als ein Ventilator ist ein Ventilator in Kombination mit einem nassen Handtuch. Mit diesen Hilfsmitteln kannst du dir ganz einfach deine eigene “Klimaanlage” basteln.

Dazu benötigst du einen Ventilator, einen Stuhl, ein großes Handtuch und einen Eimer mit Wasser.

Befeuchte zuerst das Handtuch und hänge es schräg über Stuhllehne und Sitzfläche. Das untere Ende des Handtuchs sollte im Wasser des Eimers hängen. 

Nun richtest du den Ventilator so aus, dass der Luftstrom direkt auf das feuchte Handtuch trifft. 

Durch die Verdunstung des Wassers im Handtuch entsteht nun Verdunstungskälte, die als angenehme Kühle wahrgenommen wird.

Im folgenden Video siehst du noch einmal den Aufbau dieser selbst gebauten “Klimaanlage”:

Natürlich darfst du von diesem kleinen Lifehack keine Wunder erwarten. Aber für manche Menschen funktioniert dieser Aufbau tatsächlich relativ gut. 

Auch wir haben uns im letzten Sommer mit diesem Trick ausgeholfen und konnten dadurch tatsächlich für ein wenig Abkühlung sorgen.

Eines solltest du allerdings wissen. Durch das nasse Handtuch erhöht sich natürlich die Luftfeuchtigkeit im Raum. Und das kann dann leider zu Schimmel in der Wohnung führen.

Deshalb solltest du diesen Trick mit Bedacht einsetzen und daran denken, regelmäßig zu lüften.

Luftkühler mit Wasser und Eis

Wenn du nicht ständig mit einem Ventilator und nassen Handtuch herumhantieren möchtest, dann kannst du dir auch einfach einen Luftkühler kaufen, der nach einem ähnlichen Prinzip (Verdunstung) arbeitet.

Ein gutes Beispiel für einen solchen Luftkühler ist der Klarstein Skyscraper Ice, den du hier bei Amazon findest*

Dieser eindrucksvolle Lüftungsturm funktioniert mit einem Wassertank und zwei Kühlakkus, wodurch der Luftstrom zu einer erfrischenden kühlen Prise wird. 

Mit seinen 4 Funktionen (Luftkühler, Ventilator, Luftbefeuchter und Luftreiniger) ist der Klarstein Skyscraper auf jeden Fall ein interessantes Produkt für den heißen Sommer.

Feuchte Tücher aufhängen

Wenn du in deiner Wohnung feuchte Tücher, Handtücher oder Bettlaken im Zimmer oder direkt vor den Fenstern aufhängst, dann entsteht beim Trocknen auch wieder Verdunstungskälte, welche für kurze Zeit ganz angenehm kühlend sein kann.

Dies funktioniert natürlich nur, solange die Tücher feucht sind, weshalb du sie regelmäßig wieder befeuchten musst, zum Beispiel mit einer Sprühflasche voller Wasser.

Aber Vorsicht. Auch bei dieser Methode erhöht sich die Luftfeuchtigkeit im Raum und es besteht wieder die Gefahr von Schimmel.

Leises Klimagerät aufstellen

Wenn es wirklich extrem heiß in der Wohnung ist, so wie zum Beispiel in unserer Dachgeschosswohnung, dann helfen die meisten hier genannten Tricks auch nicht mehr im gewünschten Maße weiter.

Wir haben uns daher irgendwann dazu entschieden, ein richtiges Klimagerät zu kaufen.

Damit erzielen wir wirklich hervorragende Ergebnisse und können die Wohnung in relativ kurzer Zeit richtig angenehm herunterkühlen. 

Allerdings haben Klimageräte auch so einige Nachteile. 

Zum einen muss ein Abluftschlauch nach außen geführt werden und zum anderen sind diese Geräte doch ziemlich laut. 

Wenn die Klimaanlage den ganzen Tag läuft, dann macht sich das Geräusch auf Dauer sehr unangenehm bemerkbar.

Wenn du das Klimagerät nachts im Schlafzimmer laufen lassen möchtest, dann solltest du unbedingt darauf achten, ein leises Gerät zu kaufen.

Manche Geräte, wie zum Beispiel das De’Longhi PAC AN112 Silent Klimagerät, welches du hier bei Amazon findest*, versuchen möglichst leise zu arbeiten.

Im folgenden Artikel stellen wir übrigens einige leise Klimageräte vor.

Dennoch ist ein gewisser Geräuschpegel bei solchen Geräten leider nicht zu vermeiden. 

Deshalb sollte man sich die Frage stellen, ob man lieber die Hitze oder das Betriebsgeräusch der Klimaanlage ertragen möchte.

Wir haben uns definitiv für das letztgenannte entschieden, da die Hitze bei uns im Sommer unter dem Dach wirklich unerträglich war.

Elektrogeräte ausschalten

Viele Elektrogeräte erzeugen Wärme, die man im Sommer vermeiden kann. Besonders viel Wärme in der Wohnung erzeugen natürlich der Backofen und der Wäschetrockner. 

An besonders heißen Tagen solltest du diese Geräte also lieber ausgeschaltet lassen. 

Die Wäsche trocknet bei großer Hitze auch ohne Trockner schnell. Und anstatt einer Pizza aus dem Backofen kannst du es bei großer Hitze vielleicht lieber mit einem erfrischendem Salat versuchen.

Manche Geräte werden allerdings auch bereits im Stand-by-Betrieb recht warm und können so in Summe zur Hitze in der Wohnung beitragen. Wenn irgendwie möglich solltest du solche Geräte also lieber komplett ausschalten.

Auch Beleuchtung erzeugt Wärme, weshalb du bei großer Hitze lieber auf die opulente Festbeleuchtung verzichten solltest.

Tipps für eine kühle Wohnung bei großer Hitze im Überblick: 

  1. Früh morgens und spät abends lüften
  2. Rollläden und Rollos geschlossen halten
  3. Zimmer verdunkeln
  4. Spezielle Vorhänge verwenden
  5. Sonnenschutzfolie an den Fenstern anbringen
  6. Teppiche aus der Wohnung verbannen
  7. Ventilator aufstellen
  8. Ventilator mit nassem Handtuch verwenden
  9. Luftkühler mit Wasser und Eis in Betrieb nehmen
  10. Feuchte Tücher aufhängen
  11. Klimagerät aufstellen
  12. Elektrogeräte abschalten

Ideale Raumtemperaturen

Angesichts der zahlreichen Tipps und Tricks, um die Wohnung im Sommer kühl zu halten, darf man sich natürlich einmal fragen, welche denn die ideale Raumtemperatur ist.

Nun, die ideale Raumtemperatur kann man sicherlich nicht für jeden Menschen bis auf das Grad genau festlegen. 

Wichtig ist es, immer die individuelle Behaglichkeitstemperatur zu berücksichtigen, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausfallen kann.

Grobe Richtwerte zur richtigen Raumtemperatur findest du in der folgenden Tabelle:

Schlafzimmer16 – 19 Grad
Wohnzimmer20 – 23 Grad
Kinderzimmer21 – 23 Grad
Arbeitszimmer20 – 22 Grad
Küche18 – 20 Grad
Bad22 – 24 Grad

Quellen:

1 Umweltbundesamt. (2021). Steigende Durchschnittstemperaturen weltweit. Abgerufen 8. Juni 2021 von https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/trends-der-lufttemperatur#steigende-durchschnittstemperaturen-weltweit


2 Wikipedia. (2020). Liste der Temperaturrekorde in Deutschland. Abgerufen 8. Juni 2021 von https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Temperaturrekorde_in_Deutschland


3 Deutscher Wetterdienst. (2020). Aus extrem wurde normal: Sommer in Deutschland, der Schweiz und Österreich immer heißer. Abgerufen 8. Juni 2021 von https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2020/20200702_dach_news.html

Letzte Aktualisierung am 23.07.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API